Die komplette WölflingsmeuteAm Freitag, dem 5. Februar 2010 begaben sich die Wölflinge auf ihr -für viele von ihnen das erste- Winterlager.
Nach der Ankunft im Selbstversorgerhaus in Weeze wurden zunächst die Zimmer belegt und selbstständig alle Betten bezogen, wobei sich die Raumverteilung als doch recht kompliziert herausstellte, so wurden im Laufe des Lagers noch einige Male die Betten oder Zimmer getauscht oder auch gerne gemeinsam in einem Bett übernachtet.
Nachdem diese erste Hürde gemeistert war, begann das Kochrudel mit der Zubereitung des Essens und eine hungrige Meute freute sich anschließend über Spaghetti Bolognese.
Diese Stärkung war auch dringend notwendig, schließlich gingen alle gemeinsam spät am Abend noch nach draußen für eine gruselige Nachtwanderung.
Später in der Nacht kurz vor der Bettruhe, sorgte eine Gruselgeschichte noch für einigen Aufruhr, doch als endlich letzte Zweifel beseitigt waren konnten Wölflinge sowie Leiter ruhig einschlafen.

Am Samstag Morgen ging es dann richtig los. Erster Programmpunkt an diesem Tag: Ministafette! Nach einem gemütlichen Frühstück, starteten die Rudel einzeln in den Wald auf eine 7 km lange Strecke, ohne Leiterbegleitung nur ausgerüstet mit einer Karte und wenigen Informationen, wie echte Pfadfinder eben!
Sie arbeiteten sich von Station zu Station und mussten unter Anderem Knoten lernen, Pfadfinderkunde machen und sich einem Eierlauf unterziehen.
Für besonders viel Freude (zumindest bei den Leitern) sorgte der Sinnestest, bei dem Geruchs-, Tast-, sowie Geschmackssinn auf die Probe gestellt wurden. Wobei zu Letzterem zu sagen ist, dass Zitronenteegranulat und Sesamstangen bei dem ein oder anderen Wölfling durchaus besser mundete als der Löffel Senf...;-)
Wohingegen die Suppe, die es mitten im Wald zu verzehren galt für mehr Wohlbefinden unter unseren Schützlingen sorgte.
Frisch gestärkt ging die aufregende Wanderung dann langsam aber sicher zu Ende und nachdem sich auch das letzte Rudel noch mal ordentlich verlaufen hatte, trafen sie alle gegen Nachmittag wieder im Haus ein.

Die Freizeit nutzen viele der Kinder um sich zu erholen, sobald jedoch neue Kräfte geschöpft waren wurden auch gerne mal die Jungs geärgert oder umgekehrt die Mädchenschlafzimmer mit Kissen bewaffnet unsicher gemacht!
Nun ging es über zu einem Höhepunkt unserer Reise: die Halstuchübergabe an alle neuen Wölflinge. Dazu musste jeder mit Hilfe der Leiter über ein langes Seil zwischen 2 Bäumen auf die andere Seite balancieren wo er oder sie schon mit Pfadfinderbanner, Gruß und natürlich dem Halstuch erwartet wurde.
Nach dieser Zeremonie wurde es Zeit für den Taschenmesserführerschein! Dazu fand sich dann die ganze Meute wieder zusammen und wer wollte, konnte nun lernen, mit seinem Taschenmesser richtig umzugehen, zu schnitzen, zu sägen und zu schneiden – nur bitte nicht in die eigenen Finger oder die vom Nebenmann.
Schnell neigte sich der Nachmittag dem Ende zu und es wurde Zeit für das Abendbrot, diesmal Hamburger zum selber belegen!

Nach einer weiteren Freizeit wurde es jetzt noch einmal feierlich. Zwei der älteren Wölflinge, Marie und Christin, wollten an diesem Abend noch ihr Versprechen ablegen und dazu wurde von uns ein Lagerfeuer vorbereitet, auf das die Kinder sich schon den ganzen Tag freuten.
Alle stellten sich mit Kerzen in der Hand auf, um den beiden den Weg zum Feuer zu geleiten und für die richtige Atmosphäre zu sorgen.
Wir sangen Lieder und bescherten den beiden einen sehr schönen Abend, welcher ihnen hoffentlich lange in Erinnerung bleibt.
Für alle gab es abschließend noch Maschmallows, die am Stock über dem Lagerfeuer gebraten wurden & so wurde dieser Abend unumstritten auch für diejenigen zum Lagerhöhepunkt, die kein Versprechen ablegten.
Trotz vieler Bedenken in Sachen Heimweh, Geistern und anderen Wehwehchen ging es ohne Probleme direkt danach ab ins Bett, denn wer so viel erlebt, braucht ja auch jede Menge Schlaf!

Der Tag unserer Abreise begann wieder mit einem ausgiebigen Frühstück, um danach direkt in die Workshops überzugehen. Hier konnten die Kinder sich aussuchen was sie gerne lernen würden, zur Auswahl stand: Halstuchknoten binden, Karte/Kompass lesen oder schnitzen lernen.
Alle gingen mit viel Eifer an die Arbeit und zum größten Teil sehr gewissenhaft mit den Aufgaben um.
Nachdem sich dann zu Mittag mit Ravioli gestärkt wurde hieß es aufräumen, putzen, Sachen packen und zum Letzten Mal zur Pferdekoppel laufen oder eine Kissenschlacht anzetteln.
Als alles sauber und ordentlich war, trafen bereits die ersten Eltern ein, Gepäck wurde in Autos verfrachtet und letzte Spiele gespielt bis die Rückfahrt eingeläutet wurde und so ging unser kleines Lager dann auch schon zu Ende.

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Fotos: Tim Schubert

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